CHANCEN DER DIGITALISIERUNG IN EINER NACHHALTIGEN FINANZWELT

Führende Experten der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz gehen davon aus, dass sich Jobs in der Zukunft deutlich verändern. Viele Jobs werden komplett entfallen. Nach herrschender Einschätzung wird der freie Finanzberater nicht dazu zählen, anders als weit weniger komplexe Tätigkeiten im Vertrieb in Banken- und Versicherungsagenturen. Bestand werden die Jobs haben, in denen intelligente Verknüpfungen von Mensch und digitalen Tools gefunden werden.
Die Finanzbranche ist eine der Branchen, in denen diese Entwicklung am schnellsten voranschreiten kann, weil hier die Verarbeitung von Informationen einen sehr zentralen Stellenwert einnimmt.

Der 6. Marktplatz für Nachhaltige Investments greift dieses Thema auf und zeigt insbesondere, wie die Fondsberatung heute mit digitalen Tools professionell und haftungssicher abgewickelt werden kann.

Für freie Finanzberater ist die Herausforderung der Digitalisierung besonders hoch. Insbesondere durch die Produktvielfalt des Marktes, den sie zu überblicken haben, gibt es einen besonders hohen Informationsbedarf und damit auch einen besonders hohen Bedarf zur Aufbereitung und Verarbeitung von Informationen. Dies gilt sowohl für den Bereich der Versicherungen wie für den der Investments.

Viele Tätigkeiten, die bereits heute Teil des Berufsbilds eines freien Finanzberaters sind, lassen sich ohne digitale Unterstützung nicht mehr bewältigen:
• Marktüberblicke zu verfügbaren Versicherungen und Investments
• Produktvergleiche
• Haftungssichere Beratungsdokumentationen
• Betreuung von Geldanlageportfolios
Gerade im Investmentbereich erfordern die hohen Anforderungen zu transparenten Kostenausweisen und zur Eignungsprüfung im Zuge der Einführung der Mifid II praktisch eine digitale Unterstützung, mit der entsprechende Daten automatisiert in eine Dokumentation eingelesen werden. Für die Berater nach §34f Gewerbeordnung steht diese Entwicklung unmittelbar bevor.

Auf dem 6. Marktplatz ist mit Fondskonzept einer der führenden digitalen Abwicklungsprofis Kooperationspartner. Er wird aufzeigen, wie digitale Tools ganz praktisch bei diesen Herausforderungen helfen.

Ebenso ist heute bereits erkennbar, wie in der EU die ersten Schritte der Umsetzung von Sustainable Finance laufen werden. Soeben hat die Technical Expert Group (TEG), die von der EU Kommission eingesetzt wurde, ihre Taxonomie vorgestellt, die als Grundlage für die ersten ernsthaften Regulierungen von Investmentangeboten dienen werden. Es ist absehbar, dass hier viele Daten generiert und durch Investmentberater zu verarbeiten sein werden. Dies wird zu sehr ähnlichen Anforderungen an Digitalisierung führen wie die Regulierung im Zuge der Mifid II und der neuen FinVermV für Berater nach §34f Gewerbeordnung.

Der 6. Marktplatz wird auf diese Entwicklungen einen Ausblick geben. Dr. Bußalb von der Bafin wird in seiner Key-Note gleich zu Beginn auf diese Entwicklungen eingehen. Ökofinanz 21 und CRIC e.V. geben in einem Workshop einen praxisorientierten Einblick in die Entwicklungen auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene.